Bei großen und kleinen Karnevalfans sind die Piratenkostüme an den närrischen Tagen immer total angesagt, denn die Maskerade ist seit eh und je ein wandelbarer und zeitloser Verkleidungsklassiker.
Verwegen, mit gekrempelten Hemdsärmeln und mit leicht gebräunter Haut kommen Piraten daher.
Doch das kommt nicht von ungefähr …

Piraten, die draufgängerischen Seeräuber, sind seit der Antike und dem Mittelalter bekannt. Von blanker Not getrieben, den Lebensunterhalt besorgen zu müssen, begangen sie organisierte Verbrechen bis hin zum Kaperwesen. Sie agieren bis heute überwiegend in Meerengen und in inselreichen Gebieten.
Klaus Störtebeker oder Captain Jack Sparrow sind legendäre Piraten. Sie beflügeln bis heute unsere Phantasie. Wir verbinden mit ihnen Freiheit, Abenteuer und den Ausbruch aus unserem Alltag, besonders zu den tollen Tagen.

Piratenkostüm selber machen – was wird unbedingt benötigt?

Ein Foto oder ein Bild eines Piraten kann bei der Zusammenstellung der Verkleidung hilfreich sein. Auch das Internet ist eine Fundgrube für Informationen.

  1. T-Shirt, Hemd oder Bluse

  2. Ein weißes oder schwarzes T-Shirt mit Totenkopfmotiv oder mit Löchern „verunstaltet“. Damit zeigt der Pirat, dass er schon lange auf See herumkreuzt. Das Shirt darf aber auch blaue, rote oder schwarze Streifen haben und Motive wie: Kompass, Fernrohr, Säbel, Piratenflagge tragen. Die Ärmel am T-Shirt sollten unregelmäßig ausfransen.
    Ein lustiger Spruch (z.B.: Keine Gnade, hier kommen die Piraten!) bringt Spaß ins Geschehen.

    Ideal sind auch große, weiße Hemden. Sie können auch von den Ladys getragen werden. Den Kragen abschneiden und etwas Rüschenstoff ankleben oder annähen. Auch Ärmel und Knopfleisten davon nicht verschonen. Einige ausgefallene Knöpfe noch anbringen – fertig!

    Schwarzes Piraten T-Shirt mit Totenkopfmotiv

    Tipp: Größere T-Shirts sehen schlampiger aus und sind daher für den Look besser geeignet.

  3. Hose und Gürtel

  4. Dunkle, unauffällige Jeans, die ein Loch an den Knien haben, sind ideal. Ansonsten die Hosenbeine ganz ungenau oder auch im Zickzack abschneiden. Gesäumt werden muss nicht.
    Eine Piratin kann einen langen Rock mit Unterrock tragen. Der Rock, egal ob kurz oder lang, sollte Bewegungsfreiheit geben und weit sein.
    Ein schwarzes langes Tuch als Schärpe um die Taille gebunden wird zum Schwertgürtel.

  5. Hut, Tuch oder Stirnband

  6. Ein buntes Tuch dient als Kopftuch gegen die karibische Sonne. Ein schwarzes Tuch mit einigen Piratenaufklebern ist ebenso angesagt. Ein Stirnband tut es aber auch.

    Seeräuber tragen gern Hüte! Egal ob als Schlapphut, aus Leder, als dunkler Dreispitz oder für die Seeräuberbraut mit Spitze, Schleife oder Federn verziert.

    Piratenhut mit Totenkopf getragen von einer Dame

  7. Weste oder Mantel

  8. Offene Westen in dunklen Farben sind in. Wer auffallen möchte, kann sich aber auch für einen bunten oder gemusterten Mantel entscheiden.

  9. Schuhe und Stiefelaufsatz

  10. Wer gern mit tollen Stiefeln auffallen möchte, kann einen Stiefelaufsatz aus schwarzem Kunstleder, mit weißen Rüschen oder Satinschleifen tragen. Egal ob als stolzer Piratenkapitän oder kesse Piratenbraut, der Stiefelaufsatz peppt jedes Kostüm auf!

Accessoires und optionale Extras zum Piratenkostüm

Wer ein Piratenkostüm selber machen will, braucht auch witzige Extras. Dazu eignen sich goldene Klippohrring oder große Modeschmuckketten, Lederarmbänder oder schwarzer Nagellack. Es darf funkeln und glänzen. Piratenpistole und Piratenschwert werden in den Gürtel oder die Schärpe gesteckt.

  1. Make-up

  2. Schwarz umrandete Augen sind wichtig! Mascara, Lidschatten und Faschingsschminke zaubern eine böse Piratin oder einen bösen Pirat.
    Verletzungen zeugen von schweren Kämpfen. Mehrere rote und schwarze Striche im Gesicht aufgezeichnet und dann quer in schwarzer Farbe ganz viele kleine dünne Striche malen – perfekt für die „echten“ Narben aus unzähligen Seeschlachten.
    Der Bart ist bei allen Kids beliebt. Mit schwarzer Faschingsschminke im Gesicht ganz dicht kleine Kreise malen. Anschließend mit einem Schwämmchen verwischen oder mit einem schwarzen Faschingsstift kleine Striche auftragen. Selbst bei kleinen Piraten ist ein schwungvoller Oberlippenbart erlaubt.

    Das optimale Make-up für ein Piratenkostüm wird in diesem Videoguide erklärt.

    Wichtig: Augenbrauen beim Schminken nicht vergessen! Und zusätzlich gibt es am besten noch eine Tätowierung auf den Arm.

  3. Frisur

  4. Ein Seeräuber trägt keine Fönfrisur! Hier gilt das Motto: Haare ganz dran oder ganz ab! Für diesen Zweck gibt es zwar Faschingsperücken zu kaufen, mit ein wenig Kreativität können die eigenen Haare aber leicht zur Piratenfrisur umfunktioniert werden. Toll passen zum Kostüm auch Piratenzöpfe. Hauptsache es sieht wild und verwegen aus.

  5. Papagei

  6. Den Piratenvogel, fluffig, bunt und weich, gibt es in Second-Hand-Läden oder online. Mit Klettstreifen auf der Schulter befestigt wird er zum Eyecatcher. Alternativ geht auch eine wehende Totenkopfflagge.
    Vom Schiff gehen und der Crew das ganze Plündergut überlassen?
    Mit tollen Papageien-Handtaschen und kleinen Schatzkisten zum Umhängen passiert das nicht.

  7. Holzbein

  8. Geht nicht? Doch! Es gibt witzige Motivstrümpfe. So auch als Holzbein und geringelte Piratenstrümpfe. Ladys mögen eher die edlen Netzstrumpfhosen und bei Kids ist fast alles erlaubt.

  9. Augenklappe

  10. Sie ist ein unverzichtbares Extra für alle Piraten. Allerdings kann sie im Laufe des Tages stören. Daher die Augenklappe lieber mit schwarzer Farbe ins Gesicht malen.

    Für eine „echte“ Klappe mit Gummiband eignet sich Filz. Wer es ganz stilecht mag, wird im medizinischen Fachhandel oder Apotheken fündig.

    Junge mit Piratenaugenklappe

  11. Schuhschnallen

  12. Auch das ist erlaubt: Goldene Schuhschnallen auf eleganten oder „abgelatschten“ historischen Tretern. Die goldenen Schnallen werden mit einem Gummiband übergestreift. Für die Verwandlung eignen sich schlichte, schwarze Slipper ohne Schnürung besonders gut. Damit sehen die Schuhe schön alt aus.

Abschließendes zum Piratenkostüm selber machen

Gern wird in der närrischen Zeit den berühmtesten und furchteinflößendsten Piraten der sieben Weltmeere nachgeeifert. Seeräuber, Freibeuter und Piratenkapitäne sind Kultfiguren und kämpfen um Lebensmittel, Bargeld und Schmuck.

Ist die fünfte Jahreszeit vorbei und die Piraten schippern wieder auf hoher See, muss das Kostüm aber gar nicht in der hintersten Schrankecke verschwinden. Im nächsten Jahr kann es erneut getragen werden – eventuell sogar in Räuberkluft, Jägerrock oder für Mottopartys umgeändert werden.

Wichtig: Bei Kinderkostümen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Gegenstände verarbeitet werden. Wenn sich ein kleiner Pirat mit einem Säbel oder einer Hakenhand hemmungslosen Spaßattacken hingibt, kann es schnell ein böses Ende geben. Besser: Schwerter aus Schaumstoff oder Pappe.

Vorbilder und Infos – weiterführende Links zum Piratenkostüm selber machen

– Berühmter Piratenroman: „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson.
– Berühmter Pirat: Sandokan aus „Der Tiger von Malaysia“ – Fernsehserie.
– Die Seeräuber-Jenny aus „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht.
Klaus Störtebeker, (* um 1360; † vermutlich am 20. Oktober 1401 in Hamburg). Seine Lebensgeschichte ist seit 1550 als Lied in 26 Strophen überliefert. In Ralswiek auf Rügen werden jährlich die Störtebeker-Festspiele veranstaltet.
Captain Hook aus Peter Pan.
Käpt’n Säbelzahn vom Autor Terje Formoe geschaffen. Ist in Norwegen in Form von Theaterstücken, Büchern, Filmen und Computerspielen sehr populär.
– PC-Spiel Monkey Island bei Amazon*.
– Film: Fluch der Karibik mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow. Hier gibt es den Trailer zum 5. Teil.


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